Bericht zur Tour
Autor
Roger Schlatter
Erstellt am
21.01.2026 15:57
Letzte Änderung
21.01.2026 15:57
Tourenbericht

Wir trafen uns am Montagmorgen in Bülach. Unser Tourenleiter Roger Schlatter hatte bereits im Vorfeld kommuniziert, dass die Tour nicht wie geplant den Gulme zum Ziel hatte sondern den Stockberg. Die Entscheidung war aufgrund der Lawinensituation gefallen, die sich wegen des Neuschnees vom Wochenende verschärft hatte. Während die Lawinengefahr beim Gulme als erheblich galt, war sie nur mässig am Stockberg.
Guten Mutes starteten wir (sechs Skitürler) die Skitour von der Bushaltestelle aus in Stein SG (838 m ü. M.). Es gab viel Neuschnee, doch bald merkten wir, dass es zu warm war und die Wärme den Schnee schwer und klebrig werden liess. Dies wurde immer schlimmer und erreichte im Mittelteil des Aufstiegs seinen Höhepunkt. Der Schnee klebte an den Fellen und liess die Skier immer schwerer werden. Doch wir kämpften uns tapfer weiter den Berg hinauf und liessen uns von dieser Kleinigkeit nicht aufhalten. Wir lernten wie man den Schnee möglichst effizient von den Fellen lösen kann.
Wir hatten die weniger befahrene Route über den Risipass genommen und mussten an besagtem Pass feststellen, dass der oberste Hang vom Sonntag schon sehr verfahren war. Kaum eine Fläche unberührten Neuschnees war mehr zu sehen. Der letzte Hang war eher steil und schmal. Dort hatten wir die Möglichkeit einige Spitzkehren zu üben.
Gegen Mittag erreichten wir den auf 1781 m ü. M. liegenden Gipfel. Lieder wehte am Gipfel ein eisiger Wind und die Sonne liess sich auch nicht blicken. Also beschlossen wir das Mittagessen auf später zu verlegen.
Die Abfahrt wurde sehr anstrengend und mit dem Fahrvergnügen war es nicht weit her. Der Neuschnee war schwer und klebrig und es gab sehr viel davon. So brauchen wir für jede Bewegung viel Kraft, sei auch nur für das Losfahren oder Kurven fahren. Eine Wachsaktion mitten im Steilhang führte leider kaum zur Verbesserung des Fahrvergnügens. Immerhin brauchten wir uns keine Gedanken darüber zu machen, dass wir zu schnell fuhren. Der Schnee übernahm das Bremsen für uns. Wir meisterten die Herausforderung und hatten in Stein ausreichend Zeit zu essen, bevor der Bus kam.
Vielen Dank an Roger Schlatter für das Fitnesstraining und die Lektion im Umgang mit klebrigem Schnee.