Tourenleitung: Manuela Sturzenegger
Teilnehmer: Barbara und Werner
Sonntag, 14.09.2025
Früh aus den Federn! Wir haben einen längeren Anfahrtsweg nach Les Marécottes. Mit der Bahn geht es über Visp nach Martigny. Mit dem Mont Blanc Express fahren wir ins Val Trient hinein nach Les Marécottes. Nach einem 15 minütigen Marsch erreichen wir die Talstation der Gondelbahn hinauf nach La Creusaz P.1777. Nach einem Kaffee nehmen wir den Aufstieg zum Le Luisen in Angriff. Der Weg führt zuerst durch einen lichten Legföhrenwald. Ab P.1972 wird der Weg anspruchsvoller. Konzentration ist nun gefragt. Wir steigen am Fusse des Gebirgszugs Les Fleuriers stetig auf bis zu P.2453. Hier nimmt die Schwierigkeit zu. Der Weg ist gut markiert und an den heiklen Stellen mit Seilen oder Ketten gesichert. Immer wieder haben wir einen atemberaubenden Blick den steilen Hang hinunter ins Tal. Leider hat es hohe Wolken und diese decken die Schneegipfel ab. Nach einem schweisstreibend Aufstieg erreichen wir den Gipfel P.2786. Nun haben wir einen Blick auf den Dents du Midi und den Lac de Salanfe. Wir können auch unsere Unterkunft sichten. Es weht ein starker Wind. Darum machen wir nur einen kurzen Halt und steigen dann ab über einen Grat zum Col d’Emaney. Von Süden her kommen Regenwolken auf. Beim Abstieg durch den Combe du Col setzt dann tatsächlich Regen ein. Konzentriert steigen wir zum See ab und dann dem See entlang über die Staumauer zur Auberge de Salanfe P.1952. Hier treffen wir rechtzeitig fürs Nachtessen ein.
Montag, 15.09.2025
Der Blick aus dem Fenster am Morgen sieht verheissungsvoll aus. Die Bergspitzen präsentieren sich rötlich in der Morgensonne. Aufgestellt und motiviert frühstücken wir und machen uns bereit für den Abmarsch. Wir wandern über die Schwemmebene Salanfe zum P.1987 und steigen dem Plan Château entlang über einen neue angelegten Weg im Geröll auf zum Col de Susanfe P.2493. In der Zwischenzeit sind wieder dickere Wolken aufgezogen. Als wir den Col erreichen weht uns ein kräftiger Wind ins Gesicht. Wir beschliessen gleich den Abstieg zur Cabane de Susanfe anzutreten. So sind wir bereits zur Mittagszeit in der Hütte. Spontan entscheiden wir uns für ein Tomatenfondue zum aufwärmen und stärken. Es war wirklich fein! Am Nachmittag machen wir noch einen Verdauungsspaziergang. Über Karst und Schafweide stiegen wir in Richtung einer Krete auf um eine Blick ins andere Tal zu erhaschen. Als wir kurz vor der Hirtenhütte waren, kam bellend ein Hirtenschutzhund zu rennen. Mit einem eleganten, leichten Sprung war er auch bereits über den Hag gesprungen. Wir verhielten uns ruhig und zogen uns zurück. Auch er machte es so. Während dem Nachtessen setzte draussen Regen ein. Mit dem Wind peitschte es das Wasser an die Fenster. Auch während der Nacht regnete es immer wieder.
Dienstag, 16.09.2025
Am Morgen war es dann wieder trocken. Die Wolken und der Nebel hingen jedoch weit runter. Nach dem Frühstück machen wir uns bereit für den Abstieg nach Champery. Es hellt immer mehr auf. Die Sonne zeigt sich ab und zu. Als wir den kleinen Stausee Giétroz du Fond erreichen drückt der Nebel die Schlucht rauf. Nach der Staumauer wird der Weg wieder anspruchsvoll. Zum einen ist alles nass und es hat einige Felspassagen. Die schwierigsten Stellen sind jedoch mit Ketten gesichert. Langsam und vorsichtig steigen wir über diese Passagen ab und erreichen das Refuge de Bonavau P.1550. Alle hatten sich auf einen guten Kaffee gefreut. Leider war dann geschlossen. Ausgerechnet am Dienstag und Mittwoch ist Ruhetage! So gehen wir unverrichteter Dinge weiter. Auf den Aufstieg zum Signal de Bonavau verzichten da dieser in Nebel eingehüllt ist. So setzen wir den Abstieg nach Champery fort wo wir zur Mittagszeit eintreffen. In einem Café verpflegen wir uns noch bevor wir den Heimweg antreten.
Trotz dem wechselhaften Wetter war es eine schöne und abwechslungsreiche Tour. Ganz herzlichen Dank an Manuela. Sie hat uns sicher und umsichtig auf dieser Tour geführt und alles wie immer meisterhaft organisiert. Besten Dank


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