Parpaner Schwarzhorn – Skitour vom Montag, 24. Januar 2026
Noch bevor der Tag richtig erwacht, beginnt unsere Skitour. Um 5.58 Uhr treffen wir uns zu viert –Leiter Peter & Peter, Noa und Jörg – im hintersten Wagen der S9 in Bülach. Mit dem ÖV geht es Richtung Zürich HB, wo sich unsere Gruppe nach und nach vervollständigt: In Niederglatt stossen Nicole und Georg dazu, in Zürich kommt Johanna hinzu. Pünktlich um 6.38 Uhr verlassen wir Zürich in Richtung Chur – die Vorfreude fährt mit!
Ab Chur bringt uns der Bus B42 um 8.04 Uhr nach Tschiertschen Dorf. Von dort spazieren wir gemütlich durch das noch ruhige Dorf zur Sesselbahn. Ab 9 Uhr trägt sie uns in zwei Etappen hinauf zur Alp Farur. Das Wetter zeigt sich kühl und bedeckt – kein Postkartenblau, aber genau richtig für eine Wintertour.
Nach einer kurzen Abfahrt schnallen wir die Felle an und der eigentliche Aufstieg beginnt: Rund 800 Höhenmeter trennen uns vom Parpaner Schwarzhorn. Zunächst geht es mit den Skiern weiter, später mit Harscheisen und vielen Spitzkehren, bis wir für die letzte Steilstufe die Skier schultern und zu Fuss weitergehen müssen; uff!. Währenddessen verschlechtert sich die Sicht zusehends. Oben am Gipfel angekommen, bleiben die erhofften Ausblicke aus – Nebel und Wolken hüllen alles ein. Die Mittagsrast ist entsprechend kühl, ohne Sonne und ohne Rundsicht, dafür mit dem stillen Gefühl, es trotzdem geschafft zu haben.
Auch der Beginn der Abfahrt fordert Geduld: Nordostwärts bewegen wir uns zunächst zu Fuss entlang des Gipfelkamms, da schlicht zu wenig Schnee liegt. Doch dann lichtet sich der Nebel etwas, die Skier werden angeschnallt – und plötzlich öffnet sich ein neues Tal vor uns. Die Hänge sind schneearm, aber immer wieder finden wir überraschend schöne Pulverstellen. Konzentration ist gefragt, denn viele Steine lauern knapp unter der Oberfläche! Trotzdem – oder gerade deshalb – ist die Freude gross, als wir unsere Spuren durch die unbefahrenen Hänge ziehen.
Mit jedem Höhenmeter talwärts wird die Sicht besser, die Stimmung heller, und die ersten Kleiderschichten wandern in den Rucksack. Ein erneuter Aufstieg zur Tschengla ist mangels Schnees nicht möglich. Also führt uns die Route schliesslich direkt zurück nach Tschiertschen. Der letzte Abschnitt über einen Waldweg verlangt den Skibelägen nochmals einiges ab – aber auch das gehört dazu. Die Rundtour ist geschafft.
Das erhoffte Abschlussbier muss leider ausfallen, denn wir erwischen direkt den Bus zurück nach Chur. Im Zug Richtung Zürich sitzen wir zufrieden im Velowagen der SBB, tauschen Bilder via AirDrop aus und lassen den Tag Revue passieren. In Zürich verabschieden wir uns von Johanna, in Niederglatt und Bülach gehen auch die letzten auseinander – müde, aber glücklich.
Eine vielseitige, fordernde und eindrückliche Skitour geht zu Ende.
Danke, Peter, für diese abwechslungsreiche Tour! ❄️⛷️ Jörg Stähli

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