Bericht zur Tour
Autor
Georg Vanz
Erstellt am
27.01.2025 13:32
Letzte Änderung
27.01.2025 13:32
Tourenbericht

Leitung: Nicole Spiess und Johanna Mösinger
Teilnehmer: Peter F., Luzia und Walter W., Jörg D., Duri, Fredi A., Roger, Georg V.

Ich denke, man muss den beiden Tourenleiterinnern speziell Respekt zollen, wie sie diese Tour planten. Angesagter Föhn, starke Winde in der Höhe, und wenig Schnee verunmöglichten die Tour im Fürstentum Lichtenstein, dem Ländle. So suchten und fanden Nicole und Johanna nach viel Abklärungsaufwand eine ideale Alternative: den Höch Pfaffen.

Mit dem ersten Zug ab Bülach fuhren wir frühmorgens nach Altdorf, und dann weiter mit dem Bus bis Spiringen. Hier brachte uns ein kleines rotes Bähnli nach Ratzi und ein Skilift noch weiter hoch, bis auf ca. 1830m. Nun waren wir definitiv im Winter angelangt. Wir montierten die Felle, und machten uns bei aufklarendem Wetter und – Ueberraschung – Windstille auf den Weg. Zügig erreichten wir das «Grätli», ca 2200m hoch. Nun folgte eine Nordabfahrt – praktisch im Pulverschnee. Super. Nach den ca 300 Hm Abfahrt fellten wir wieder an, und stiegen in einem weiten Bogen Richtung Höch Pfaffen hoch. Erst vom «Berglifirst» sahen wir unser Ziel, direkt vor uns. Mit Harsteisen bewehrt meisterten wir so die letzten 100 Hm. Die Aussicht oben war enorm, man sah vom Talboden mit Altdorf bis zum Zürichsee. Weil hier oben aber nun doch der Föhn ziemlich ungemütlich wütete, fuhren wir bald über schönste Powder-Hänge – wirklich – in einen Kessel etwas unterhalb des letzten Pässchen. Wie kämen wohl Odi & Co in diesem Tiefschnee herunter? Hier war es windstill, und so konnten wir gemütlich an der Sonne unseren Zmittag nehmen, auch wenn es schon etwas später als 12.00 war! Diesen schönen Platz hatten wir uns mit einem kleinen Gegenanstieg «erkauft». Dann, ab ca 2300 m Höhe kam die lange Abfahrt bis direkt ins Dorf Muotathal, 625 m hoch gelegen, durch das Hürital und den Weiler Liplisbühl. Wenn auch 2-3 Tragstellen auf der Teerstrasse unvermeidlich war, es gelang uns, auf abenteuerlicher Route zuletzt bis direkt in eine Sägerei im Dorf abzufahren.

Nicole und Johanna, herzlichen Dank für diesen tollen Tag im Schnee. Nicht mal die Skicracks vom Hahnenkamm in Kitzbühl fuhren heute annährend 21 km Ski wie wir. Gut, sie waren ja auch etwas weniger lang unterwegs gewesen hierfür. Vielen Dank für die Organisation und die umsichtige Leitung.

Georg