Der Ersatz für die Tour hoch über dem bündnerischen Laax durfte sich sehen lassen. Christian organisierte kurzerhand eine Tösstalrunde, die es in sich hatte und gleich mit drei Höhepunkten aufwarten konnte: spektakuläre Singeltrail-Abfahrten, grandiose Aussichten und einmalige Naturphänomene.
Doch zuerst gings gemütlich los, nämlich mit dem Zug von Bülach ins Tösstal. Doch von Gemütlichkeit war bereits in Embrach nichts mehr zu spüren: Turi stieg mit einem defekten Bike zu und so musste zuerst ein Velomech gesucht werden. Samstags noch kein Problem. Turi konnte seine defekte Sattelstütze in Turbental notdürftig reparieren.
So ging es mit halbstündiger Verspätung los und gleich auf einem angenehm ansteigenden Wanderweg dem Hutzikerbach entlang rund 300 Höhenmeter in Richtung Höchegg. Der Weg, ein über den Bergrücken in der Landeskarte nicht mehr vermerkter Singeltrail, der immer entlang der Kantonsgrenze zwischen Zürich und Thurgau führte, entpuppte sich zumindest in der Abfahrt Richtung Bichelsee als (sehr) anspruchsvoll, je nach fahrerischem Können, denn es hatte tags zuvor noch geregnet, weshalb mit Vorsicht über das viele Wurzelwerk gekurvt werden musste. Zudem gings links wie rechts des Weges teilweise steil hinunter.
Nach dem fahrtechnischen Höhepunkt der Tour gings weiter zum Schauenberg, ein in der Region bekannter Aussichtspunkt. Hier erwies sich einzig der letzte Aufstieg mit rund 18 Prozent Steigung über eine Kuhweide als echte Herausforderung.Es folgte die wohlverdienten Pause mit Sandwich und grandioser Rundsicht und der Weiterfahrt durch die Tösstaler Wälder mit teilweise verschlungenen Singeltrails in Richtung Bäntalbach, jenem Gewässer, das im Gebiet Giessen über eine fünf Meter hohe Klippe stürzt. Und weil es tags zuvor, wie schon erwähnt, ausgiebig geregnet hatte, stürzte auch gehörig Wasser in die Tiefe.
Vom einmaligen Naturphänomen gings rasant weiter Richtung Winterthur, wo noch ein kurzer aber knackiger Aufstieg auf den Eschenberg wartete – ein ebenfalls bekannter Aussichtspunkt mit Eisenturm aus der Zeit der Eifelturmerbauer –, der unterbrochen durch eine Rast im Restaurant Eschenberg mit entsprechender Stärkung, klaglos gemeistert wurde.
Auf der Suche nach weiteren Singeltrails folgte das «Dessert» der Tour: Es ging hinunter Richtung Winterthur, wo am Bahnhof bereits der Zug nach Bülach wartete.
Wie eingangs erwähnt: Der Ersatz der ursprünglich geplanten Tour in Laax, die wegen Revisionsarbeiten an den Bergbahnen abgesagt werden musste, durfte sich sehen lassen. Mehr noch: Eine tolle Tour direkt vor unserer Haustüre. Vielen Dank Christin.


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