Da das Berghaus Sulzfluh zu dieser Zeit ausgebucht ist, verlege ich die Wandertage ins Safiental.
Wir werden in Tenna im Alpenblick logieren und von hier aus Wanderungen unternehmen.
Wir werden Wanderungen, mit Höhenmetern zwischen 600 - 1000 m auf und ab und einer Wanderzeit zwischen 4-6 Stunden, machen.
Wanderschuhe, Wanderstöcke individuell
aus dem Rucksack
ca. CHF 400.--
Wandertage im Safiental
Tourenleitung: Werner Sigrist
Teilnehmer: Christine, Ruth, Elsbeth und Kathrin
Montag, 06. Juli 2026
Früh am Morgen reisen wir mit der Bahn nach Chur. Nach einem schnellen Wechsel auf die Rhb geht es weiter nach Versam. Hier wartet bereits der Bus welcher uns auf die Sonnenterasse Tenna fährt. In der Pension Alpenblick können wir gleich die Zimmer beziehen und unser Gepäck deponieren. Dann machen wir uns sofort auf den Weg zu unserem ersten Gipfelziel. Der Weg führt uns zuerst durch Tenna, vorbei an schönen, alten und neueren Häusern, nach Ausserberg. Bald wandern wir durch den Chellawald und steigen in diesem auf zum Tenner Chrüz P.2017auf. Kurz vor dem Chrüz fliegen vor unseren Augen zwei Birkhähne auf. Ein absolutes Highlight des Tages! Beim Chrüz machen wir eine kleine Rast und geniessen die Aussicht auf die vielen Berggipfel wie auch auf den Scalagrat welcher aufs Schlüechtli führt. Diesen nehmen wir dann auch in Angriff. Nun geht es recht steil über den Grat hinauf auf den Gipfel des Schlüechtli P.2283. Das Wetter ist recht gut, es hat jedoch viele Wolken die ab und zu die Sonne abdecken. Auf dem Gipfel machen wir unsere Mittagsrast und bewundern die Rundsicht. Wir blicken hinunter nach Chur, auf den Calanda, den Ringelspitz, Piz Segnas, die Tschingelhörner, Glarner Vorab, Tödi und viele weitere Gipfel. Wir erkennen auch unser morgiges Gipfelziel, den Piz Fess. Nach einer ausgiebigen Rast beginnen wir den Abstieg nach Tenna. Wir folgen dem Weg über die Allmeinihütta P.1801, den Bleichtaboda zum Brennli P.1783 hinunter nach Tenna P.1654. Kurz vor Tenna hören wir immer wieder einen Vogel rufen. Kathrin findet mit ihrem Vogelstimmen-App, dass es sich um eine Wachtel handeln muss. Mit 10 Augen versuchen wir ihn zu orten. Aussichtslos! Er versteckt sich im hohen Gras. Schön, dass wir wenigstens seinen Ruf hören konnten. Bei Tenna Hospiz kehren wir noch in die Alte Sennerei ein. Es ist ein interessanter Neubau. Der Betreiber erzählt uns über die Realisierung des Neubaus. Diese wird als Pflege-WG und Sozialraum betrieben. Sie führen auch ein öffentliches Café. Der selbstgemacht Haustee ist ausgezeichnet. Dazu ist auch noch ein Stück Kuchen angesagt! Zurück im Hotel ist es schon bald Zeit für das Nachtessen. Vorher genehmigen wir uns noch einen Apero und besprechen die Tour für den nächsten Tag. Wir sind uns schnell einig, dass wir den Piz Fess besteigen wollen.
Dienstag, 07. Juli 2026
Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf zum Piz Fess. Gemütlich beginnen wir den langen Aufstieg. Von Tenna P.1654 geht es hinauf zur Under Hütta P.1783, weiter zur Ober Hütta P.1865. Hier verlassen wir die Alpstrasse und wechseln auf den Bergweg. Unterhalb vom Nolla erreichen wir die Tällihütte. Wir überqueren den Tällibach und steigen steil auf über das Schafälpli. Nun geht es in abwechselnden Steilstufen hinauf zum Schneeböda P.2700. Unser Ziel können wir nun erblicken. Über Geröll führen die letzten Höhenmeter zum Gipfel vom Piz Fess P.2870. Alle haben den Gipfel erreicht. Ein ganz dickes Kompliment an alle, dass wir gemeinsam auf dem Gipfel stehen. Natürlich muss noch eine Gipfelfoto gemacht werden. Nachher geniessen wir die 360 Grad Aussicht auf hunderte von Bergspitzen. Wir versuchen den einen oder anderen markanten Gipfel zu identifizieren. Das Wetter zeigt sich auch von der schönsten Seite. Die Temperatur auf dieser Höhe ist angenehm bis kühl denn es bläst der Wind. Wir suchen einen windgeschützten Platz und machen unsere wohlverdiente Mittagsrast und geniessen gleichzeitig die herrliche Aussicht. Es liegt noch ein langer Abstieg vor uns. So müssen wir schweren Herzens aufbrechen. Vorsichtig und konzentriert treten wir den Abstieg an. Zwischendurch machen wir kurze Pausen um den Wasserhaushalt ins Lot zu bringen. Kurz vor Tenna hören wir unseren Wachtelkönig wieder rufen. Zu Gesicht bekommen wir ihn jedoch auch heute nicht. Bei der Alte Sennerei machen wir wieder Halt und trinken den feinen Haustee. Auch ein Stück Kuchen gehört dazu! Es reicht noch für eine frische Dusche vor dem Nachtessen. Wir besprechen noch den nächsten Tag und entscheiden einstimmig zum Turrahus zu fahren und von dort durch den Höllgraba Richtung Alperschälli zu laufen. Je nach Zustand der Beine und der Zeit werden wir vor dem Alperschälli umkehren.
Mittwoch, 08. Juli 2026
Mit dem Bus fahren wir runter zur Abzweigung. Hier müssen wir knapp 20 Minuten auf den Bus Richtung Turrahus warten. Auf der Strecke bis zum Turrahus gibt es diverse Baustellen. Die Strasse wird saniert. Mit leichter Verspätung treffen wir im Turra ein. Das Gepäck deponieren wir hinter einem Gebäude und machen uns auf den Weg. Wir wandern entlang der Rabiusa bis zum Ausgleichsbecken. Die Rabiusa ist trocken, kein Tropfen Wasser zu sehen. Das Ausgleichsbecken wird vom Zervreilasee resp. nach der Turbinierung in einem Stollen ins Safiental geleitet. Hinter dem Ausgleichsbecken fliesst dann doch noch Wasser. Bei der Alp Piggamad P.1787 zweigen wir ab auf den Bergweg. Nun geht es steil die Halta hinauf. Links und rechts vom Weg hat es bunte Alpenblumen. Oberhalb dem Höllgraba steht ein Stall mit einem Bank welcher uns einlädt für eine Trinkpause. Aufgetankt setzen wir unseren Aufstieg fort. Es geht weiterhin steil aufwärts. Wir überqueren noch zwei Bergbäche und entscheiden uns dann wieder abzusteigen, da wir den Bus nach Versam nicht verpassen wollen. Vorsichtig und konzentriert steigen wir auf dem gleichen Weg wieder ab und kehren im Turrahus noch ein. Mit einem kühlen Most lassen wir die Wandertage ausklingen und warten aufs Postauto. Dieses bringt uns pünktlich nach Versam wo wir auf die Bahn umsteigen. Wir waren uns einig, dass es drei tolle Tage waren und die gut harmonierende Gruppe schöne Gipfelziele erreicht hat.
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